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dapd-Insolvenz kostet 98 Beschäftigten den Job - Zukunft der …

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dapd-Insolvenz kostet 98 Beschäftigten den Job - Zukunft der Agentur weiter unklar

28.11.2012 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bedauert die Kündigung von jedem Dritten Beschäftigten der insolventen Nachrichtenagentur dapd: "Es ist vollkommen unklar, wie mit einem  Drittel weniger Kolleginnen und Kollegen das künftige Angebot  aufrecht erhalten werden soll. Gute Agenturjournalisten und  Angestellte verlieren heute ihre Existenzgrundlage, während es kein  schlüssiges Konzept für den Fortbestand der dapd gibt", kritisierte  die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen und  Journalisten-Union (dju) in ver.di, Cornelia Haß. Die Beschäftigten  müssten nun die unternehmerischen Fehler der Eigentümer ausbaden. Die aggressiv expansive Unternehmenspolitik der dapd beruhe auf  Preisdumping und unlauterem Geschäftsgebaren. Die Eigentümer hätten um jeden Preis eine Vollagentur etablieren wollen und seien dabei  auch unangemessen aggressiv gegen Mitbewerber mit seriösem Geschäftsgebaren vorgegangen. Die dapd sei nach der Trennung vom Sport und Videodienst sowie regionalen Diensten mit seinem Konzept gescheitert. Die aggressive Geschäftspolitik habe den Markt der  Nachrichtenagenturen nachhaltig negativ beeinflusst. "Den Preis dafür zahlen nun die Beschäftigten, die am wenigsten für die Misere  verantwortlich sind", unterstrich Haß und bot allen betroffenen  dju-Mitgliedern Beratung und Unterstützung der zuständigen ver.di-Geschäftsstellen an.