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dju in ver.di erwartet nachgebessertes Angebot der Verleger

Tarifrunde Tageszeitungen

dju in ver.di erwartet nachgebessertes Angebot der Verleger

22.04.2014 - Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie und Pauschalisten bei Tageszeitungen gehen am morgigen Mittwoch (23. April 2014) in die elfte Runde. Für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) erwartet die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (dju in ver.di) ein deutlich nachgebessertes Gehalts- und Honorarangebot der Verlegerseite.

„Es sollte nun auf die Zielgrade gehen. Dafür bedarf es aber einer spürbaren Bewegung der Verleger. Die letzten Angebote reichen noch nicht“, formulierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke seine Erwartungen an die morgige Verhandlungsrunde. Der BDZV müsse auch die von ihm geforderten weitreichenden Einschnitte im Manteltarif durch Absenkung des Urlaubsanspruchs sowie Reduzierung von Jahresleistung und Urlaubsgeld überdenken: „Wir wollen kein tarifliches Minusgeschäft: Das haben in der letzten Woche erneut mehr als 1000 Streikende ganz deutlich gemacht, sowohl im Norden als auch im Westen und Süden der Republik. Insofern muss auch der Geltungsbereich der Tarifverträge unangetastet bleiben. Für ein regionales ‚Sonderopfer‘ besteht keine nachvollziehbare Notwendigkeit“, unterstrich Werneke.

Die dju in ver.di fordert für die Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie und Pauschalisten bei Tageszeitungen 5,5 Prozent mehr Gehalt und Honorar, die Ausweitung der tariflichen Geltungsbereiche auf Onliner sowie eine Weiterentwicklung der journalistischen Ausbildung.